2010年6月17日
Zitty Berlin
Kritik
Porträt : Die Stille der Unschuld. Der Künstler Gottfried Helnwein
Was den Film prägt, ist seine unglaubliche Stille. Die ruhige, beinahe regungslose Kamera Susu Grunenbergs zeigt Helnwein bei der Arbeit, aus dem Off nur seine Stimme, die von künstlerischem Ansatz und Werdegang erzählt. Man wird unweigerlich in den Bann der Geschichte gezogen. Es ist wie bei einer Unterhaltung: Je leiser das Gegenüber spricht, desto aufmerksamer hört man ihm zu. Ganz still allerdings ist es allerdings nicht. Die einzigen Geräusche, die man hin und wieder hören kann, sind die spielender Kinder, was nicht ohne ist, wenn Helnwein zeitgleich Schicht um Schicht rote Farbe auf das Bild eines weiß gekleideten Mädchens aufträgt. Das ist harter Stoff – provokativ, aber eben umso intensiver und eindringlicher.
Man könnte ihn den Michael Haneke der Kunst nennen. Wie Haneke es in seinen Filmen macht, zeigt der (ebenfalls österreichische) Maler Gottfried Helnwein in seinen Bildern die Gewalt als das, was sie ist: Abartig. Widerlich. Zerstörerisch.
Die Regisseurin Claudia Schmid hat Helnwein zwei Jahre lang mit der Kamera begleitet, ihm bei seiner Arbeit zugesehen und ihn davon erzählen lassen. Sie folgt ihm in sein Schloss und Atelier im irischen Tipperary und nach Los Angeles. Entstanden ist dabei ein eindrucksvolles Porträt des Malers, der mit Bildern von misshandelten, missgestalteten und blutüberströmten Kindern bekannt geworden ist.
Was den Film prägt, ist seine unglaubliche Stille. Die ruhige, beinahe regungslose Kamera Susu Grunenbergs zeigt Helnwein bei der Arbeit, aus dem Off nur seine Stimme, die von künstlerischem Ansatz und Werdegang erzählt. Man wird unweigerlich in den Bann der Geschichte gezogen. Es ist wie bei einer Unterhaltung: Je leiser das Gegenüber spricht, desto aufmerksamer hört man ihm zu.
Ganz still allerdings ist es allerdings nicht. Die einzigen Geräusche, die man hin und wieder hören kann, sind die spielender Kinder, was nicht ohne ist, wenn Helnwein zeitgleich Schicht um Schicht rote Farbe auf das Bild eines weiß gekleideten Mädchens aufträgt. Das ist harter Stoff – provokativ, aber eben umso intensiver und eindringlicher.
D 2009, 116 min, Buch und Regie: Claudia Schmid, Kinostart: 17.6.
at the studio
2010




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