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2010年6月17日
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"Die Stille der Unschuld - Der Künstler Gottfried Helnwein"
Mit "Der Künstler Gottfried Helnwein - Die Stille der Unschuld" beweist Regisseurin Claudia Schmid, dass sie sich zu Recht als Schöpferin authentischer Künstlerporträts und qualitativ hochwertiger Dokumentarfilme über bildende Kunst einen Namen gemacht hat. In ihrem ersten abendfüllenden Film zeigt sie durch stille Beobachtung und im persönlichen Gespräch, dass hinter dem Bild des Provokateurs Gottfried Helnwein ein Mann mit ausgeprägtem Gespür für das Zeitgeschehen und die Krankheiten unserer Gesellschaft steht, der auf eingängige und kompromisslose Weise darauf aufmerksam zu machen versteht. Ein aufschlussreiches und gelungenes Porträt.
Er ist einer der umstrittensten Künstler der Nachkriegszeit, der Österreicher Gottfried Helnwein. Aufgewachsen in den Trümmern, die der Nationalsozialismus hinterlassen hat, und geprägt von einem streng katholischen Umfeld, war das Zeichnen schon in jungen Jahren das einzige emotionale Ventil Helnweins. Nach einer chaotischen und orientierungslosen Jugend fand der Österreicher schließlich seine Berufung in der Kunst, doch auch während des Studiums an der Kunstakademie in Wien erwies sich Helnwein als Querdenker. 1971 gründete er die Künstlergruppe "Zötus" und erregte bereits mit seinen ersten öffentlich ausgestellten Werken starkes Aufsehen: Seine Bilder von verletzten und bandagierten Mädchen stießen sowohl auf großes Lob als auch auf strikte Ablehnung. Die politisch motivierte und auf die Darstellung von menschlichem Leid fokussierte Themenwahl des Künstlers, die den Menschen das Grauen der Gesellschaft vor Augen führen und dabei anprangern will, ist bei Kritikern umstritten, Stil und Technik hingegen, die von Aquarellmalerei bis zur digitalen Fotografie reichen, stießen dagegen stets auf immens positive Resonanz.
Filmemacherin Claudia Schmid hatte anfangs auch ein gespaltenes Verhältnis zu Helnweins Werken, tendierte zwischen Bewunderung und Ablehnung. Die Ausstellung "The Ninth November Night" im Jahr 1988 sollte ihre Meinung jedoch grundlegend ändern. Vollends überzeugte Schmid schließlich von Helnweins künstlerischer Größe, wie pointiert dieser das Grauen über den NS-Terror in den Gesichtern von Kindern auszudrücken verstand. Diese Erkenntnis war dann auch Anlass, diesem Künstler ein filmisches Porträt zu widmen. Zwei Jahre lang begleitete sie den in Irland und Los Angeles lebenden Künstler sowohl privat als auch bei der Arbeit, führte dabei intensive Gespräche über Kunst und Politik, um schließlich auch sein soziales Umfeld wie Familie und Freunde - der ehemalige Schauspieler und momentane Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger gehört auch dazu - zu beleuchten. Gleichzeitig wirft Schmid auch einen Blick auf den künstlerischen Werdegang Helnweins, sowie auf Intention und Idee hinter den visuell einmaligen Werken.
Die wahre Seele eines Künstlers
Mit "Der Künstler Gottfried Helnwein - Die Stille der Unschuld" beweist Regisseurin Claudia Schmid, dass sie sich zu Recht als Schöpferin authentischer Künstlerporträts und qualitativ hochwertiger Dokumentarfilme über bildende Kunst einen Namen gemacht hat. In ihrem ersten abendfüllenden Film zeigt sie durch stille Beobachtung und im persönlichen Gespräch, dass hinter dem Bild des Provokateurs Gottfried Helnwein ein Mann mit ausgeprägtem Gespür für das Zeitgeschehen und die Krankheiten unserer Gesellschaft steht, der auf eingängige und kompromisslose Weise darauf aufmerksam zu machen versteht. Ein aufschlussreiches und gelungenes Porträt.
at the studio
2010
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