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2014年9月9日
Vorarlberger Nachrichten
Als Kind ist jeder ein Künstler
Einen Einblick in Helnweins jüngere Arbeiten bietet die Städtische Galerie im Schloss Isny.
Gottfried Helnwein, dem zuletzt anlässlich seines 65. Geburtstages eine große Retrospektive in der Albertina gewidmet wurde, gilt als einer der umstrittensten österreichischen Künstler der Nachkriegszeit. Stets sorgte seine schonungslose Darstellung von gesellschaftlichen Missständen und Tabuthemen für Kontroversen.
Gerade das Bild eines vergifteten Kindes, welches er nach der öffentlichen Aussage des Euthanasiearztes Heinrich Gross gemalt hatte, sorgte für Aufregung. Besonders eindrücklich sind auch die hyperrealistischen Darstellungen von verwundeten und bandagierten Kindern. Denn im Zentrum der Arbeit Gottfried Helnweins, der an der Akademie der bildenden Künste in Wien studiert hat, steht vor allem die Darstellung des schwächsten Gliedes unserer Gesellschaft.
Als Sinnbild der Unschuld und Reinheit steht es in seinem künstlerischen Prozess für wehrlose, abhängige und ausgelieferte Menschen. Über die Jahre entwickelte sich das Kind im Schaffen Helnweins weiter und er variierte dieses Thema in unterschiedlichen Medien: in Aktionen und deren fotografischer Dokumentation, in der Farbfotografie ebenso wie in der Malerei oder seinen Bühnenbildern für Theaterinszenierungen. Die Ausstellung im Schloss Isny bietet einen prägnanten Überblick über die Arbeiten der letzten 20 Jahre.
Die Ausstellung in der Städtischen Galerie im Schloss Isny (Allgäu) läuft bis 28. September.




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