Die verlorene Unschuld des Realismus.
Bei Helnwein wird sie auf abscheulichere, brutalere Weise plausibel als bei unseren Freunden, den Amerikanern, die sich bislang wohlweislich gehütet haben, dem Realismus ihrer reproduzierten Fotos andere als mediale Provokation beizugeben.
Helnweins Bilder machen die Leute bei aller Brutalität nicht fertig, er läßt ihnen die Chance, sich aufzulehnen. Da sie die ersten wären, die schreien würden: "Das ist keine Kunst", malt er so vorzüglich.
Deshalb sind seine Bilder nicht delikat, sondern unverfroren, rebellisch, Fremdkörper, die sich unter der Haut einnisten.
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