Helnwein ( texte )
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Gottfried Helnwein : Lady Macbeth
Die Zeit
Rolf Michaelis
Choreographisches Theater in Heidelberg. "Macbeth" von Johann Kresnik und Gottfried Helnwein
Es gelingt Kresnik und Helnwein uns mit einer grausigen Mord-Ballade zu fesseln, die mit höhnischem Gelächter vor unseren Augen vorbeirast - wobei der schon dem Tod geweihte neue Herrscher statt der Krone eine zwar goldene, aber noch Narren-Kappe wie eine Tiara trägt.
Sieger, so die Botschaft, gibt es im tödlich närrischen Kampf um die Macht nicht. Sieger in Heidelberg sind, in einer glanzvoll wüsten Inszenierung: Gottfried Helnwein, Johann Kresnik und das mitreißend auftrumpfende Ensemble von siebzehn Tänzerinnen und Tänzern. ... +
Gottfried Helnwein, Stage and Costumes for "Macbeth", byJohann Kresnik's Choreographic Theatre , Heidelberg, 1988

Verlag dtv
Germany
William Beckford
eine orientalische Erzählung mit 11 Radierungen von Gottfried Helnwein
Übersetzer: Wolfram Benda
Nachwort von Wolfram Benda
ISBN 3-42302203--5 ... +

Picus Verlag, Wien
Herausgegeben von Ottokar Uhl
Herbert Muck
Kunstwerke und religiöse Vorstellungen des 20. Jahrhunderts
Das Bild des Menschen in der Leidensnot, des unschuldig Verfolgten und Gequälten, das aus der Kunstgeschichte in zahllosen Märtyererszenen bekannt ist, entsteht immer wieder neu. In den Zahnwehbildern von Oswald Oberhuber und in den Bildern von Gottfried Helnwein ist Betroffenheit über Schmerz und Ausweglosigkeit in der Situation des Kindes dargestellt. Das Kind ist die Gestalt des Unterlegenen, Abhängigen, Ausgelieferten und Ausgenützten. Unter dem Druck einer auf Anpassung drängenden Erwachsenenwelt werden ihm tiefe Verletzungen eingeprägt, entstellende Traumata.
Die Bandagen bei Helnwein oder schon zuvor bei den Wiener Aktionisten (Schwarzkoglers Bandagenaktionen) verweisen sowohl auf die Entstellung des Körpers wie auf das Verborgene dieser Verletzungen. Sie üben auf dem Hintergrund einer Tabuisierung von Verwundung, Behindertenexistenz und Tod eine starke Wirkung aus und setzen heftige Reaktionen frei. ... +

Gottfried Helnwein :
Schroedel Schulbuchverlag
Michael Klant, Annemarie Schulze-Weslarn, Josef Walch
Material für den Sekundarbereich II:
Malerei, Grafik, Fotografie. SELBSTPORTRAIT,
Albrecht Dürer, Rembrandt, Angelika Kaufmann, Caspar David Friedrich, Vincent van Gogh, Max Beckmann, Salvador Dali, Arnulf Rainer, Gottfried Helnwein.
Fotorealistischer Aufschrei, Gottfried Helnwein's Selbstportrait, 1983 ... +
Gottfried Helnwein, das Selbstportrait im Grundkurs Kunst

Heiner Müller
Selektion -Neunter November Nacht

Museum Ludwig, Köln

Wie hält ein freundlicher Mensch wie Helnwein es aus, seine - exzellente - Malerei zum Spiegel der Schrecken des Jahrhunderts zu machen?
Oder hält er es einfach nicht aus, das nicht zu tun? Reflektiert sein Spiegel nur die Jahrhunderthaltung, LIEBER EIN SCHRECKEN OHNE ENDE ALS EIN ENDE MIT SCHRECKEN, die aus der Überbewertung des Todes kommt, Folge seiner Tabuierung durch Statistik. Perseus, der die Gorgo im Spiegel guillotiniert, und wenn der Kopf fällt, ist es der eigene.
Wie viel Köpfe hat ein Mensch / Mann in unserem Zeitalter der Spiegel? ... +
Heiner Müller über Gottfried Helnwein

Gottfried Helnwein :
Heiner Müller
Selektion - Ninth November Night
English translation
A story by Stephen King. An American schoolboy, twelve or thirteen years old, fascinated in his small-town boredom by documents on the German concentration camps - the way his classmates are by Superman - the formula of his fascination: THEY JUST DID THOSE THINGS...
How does a friendly person like Helnwein stand making his - excellent - painting into a mirror of the terrors of this century? Or is it that he can't stand not doing it? Does his mirror just reflect the attitude of the century? TERROR WITHOUT END IS BETTER THAN AN ENDING IN TERROR. It comes from the over-evaluation of death, a consequence of "statistics" making it taboo. Perseus guillotines the Gorgon in the mirror -, and when the head falls, it is his own.
How many heads does a person/man have in our age of mirrors? ... +
Heiner Müller about Gottfried Helnwein

Gottfried Helnwein : Self-Portrait
Roland Recht
Conservateur en Chef des Musées de Strasbourg
Musée d’Art Moderne, Strasbourg

France

Une imagerie de la terreur
Le travail de Gottfried Helnwein se situe aux confins de plusieurs pratiques considérées généralement par la critique comme rigoureusement indépendantes les unes des autres: l'illustration, la peinture, la photographie, le happening. Cela suffirait déjà à le rendre suspect aux yeux de toute orthodoxie. ... +

Gottfried Helnwein : Black Mirror I
Roland Recht
Chief Curator of Museums, Strasbourg
Musée d’Art Moderne, Strasbourg

France

Helnwein, Der Untermensch
From this it may be seen that the Viennese Helnwein is part of a tradition going back to the 18th century, to which Messerschmidt's grimacing sculptures are to belong, on which one of Freud's pupils wrote a long treatise. One sees, too, the common ground of these works with those of Arnulf Rainer or Nitsch, two other Viennese, who display their own bodies in the frame of reference of injury, pain, and death. And one sees how this fascination with body language goes back to the expressive gesture in the work of Egon Schiele. ... +
Gottfried Helnwein, SELF-PORTRAITS

Gottfried Helnwein :
Klaus Albrecht Schröder
Ausstellung "Die lädierte Welt", Realismus und Realismen in Österreich
Kunstforum, Wien
Helnweins Beitrag zu einer Hagiographie des 20.Jahrhunderts
Es läßt sich schwerlich leugnen, daß die Aggressions- und Verletzbarkeitssymbolik von Helnweins bekanntem, mehrfach variierten Selbstportrait mit verbundenem Kopf, den von Wundklammern geblendeten Augen und dem aufgerissenen schreienden Mund etwas von einer selbstevidenten Metapher für eine elementare menschliche Bedingung heutiger Existenz hat.
... +

Gottfried Helnwein : The Silent Glow of the Avant-Garde I (triptych)
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Peter Gorsen
Die suggestiven Bildmontagen Gottfried Helnweins
In Wirklichkeit ist Helnwein kaum einzuordnen. Bei ihm findet sich ebenso ein kleinmeisterliches Werk skurril-phantastischer Zeichnungen in der Nachfolge von Redon und Kubin. Meist vergessen wird auch sein Engagement gegen autoritäre Erziehung, Wettrüsten, Verschmutzung der Umwelt und Psychiatrie. Helnwein hat die Motive und Formen der Populärkultur in teils karikierender, teils grotesk verfremdender Absicht verwendet. Sein penetranter Hypernaturalismus beunruhigt, grenzt an ironische Übertreibung. Die Brecht-Benjaminsche Maxime "Nicht an das gute Alte anknüpfen, sondern an das schlechte Neue" hat bereits seine Anfänge in den frühen siebziger Jahren bestimmt.
So wurde für ihn das grenzüberschreitende Arbeiten mit Mitteln ebenso der Fotografie, Comic strips, Science-fiction wie der realistischen Malerei eine selbstverständliche Konsequenz.
Helnwein hat den "ruhig theatralischen" Verzückungsgestus seines Selbstbildnisses mit der heroischen Haltung der leidenden Sebastians-Figur verglichen und beides zum Stigma des Künstlers im 20. Jahrhundert, einer quasi religiösen Erlöserfigur, verallgemeinert. Sein poetischer Bildtitel bringt den Betrachter zusätzlich auf die richtige Spur. Die optische Montage des modernen Künstlers als Schmerzensmann mit dem Landschaftsbild Friedrichs projiziert die gescheiterte Hoffnung der romantischen Rebellion auf die Gegenwart, auf das verinnerlichte, masochistisch gewordene Protestdenken der Moderne und ihre ästhetischen Grenzüberschreitungen. Kehrt die Romantik wieder? Nein, sie hat die Moderne in Wahrheit nie verlassen. Doch verengt und verinnerlicht sich ihre Rebellion in den irrationalen "Körpermetaphysiken" der zeitgenössischen Künstler auf das eigene Fleisch und Blut. ... +

Leopold-Hösch-Museum, Düren
Ausstellungskatalog
Dorothea Eimert
One man-show
Die Befreiung aus den Fesseln der Vergangenheit, der Rückzug in die Stille und Besinnlichkeit hat bei Helnwein einen Arbeitsrausch hoher schöpferischer Güte ausgelöst. Sensibler und leiser, aber um so intensiver und kraftvoll formuliert er sein Thema vom verletzten und verwundeten Menschen, von seinen Leiden, seiner Sprachlosigkeit und von seiner Einsamkeit.
Immer wieder konterveit Helnwein sich selbst als Verwundeten, mit Mullbinden Verbundenen, als Kopf mit eingeschnürten Sinnesorganen, als jemand, der nichts mehr in sich aufnehmen und nichts mehr von sich geben kann. Die jüngste, vielteilige Reihe mit Selbstportraitköpfen erschein wie ein Befreiungsakt in die Welt der farbenfreudigen Abstraktionen und differenziert schillernden Monochromie. Die Ohnmacht vor dem Destruktiven, Unangenehmen und Hässlichen, die Helnwein in seinen realistischen Bildern verdeutlicht, führt in den neuen Selbstportraits zur Auflösung in den abstrakten Farbrausch. ... +

Galerie Würthle, Wien
Ausstellungskatalog
Hans Dichand
Als vor einigen Jahren Gottfried Helnweins Werke im Wiener Pressehaus vorgestellt wurden, protestierte der Betriebsrat. Von keiner Gesellschaft, von keiner Klasse, wird neue Kunst akzeptiert, immer nur von einzelnen. Stets gibt es anfänglich Widerstand, weil es in jeder etablierten Gesellschaft an kultureller Beweglichkeit fehlt, das Neue zu erkennen und akzeptieren. Bei Helnwein, der durch seine Bilder konventionelle Verletzlichkeit in einem ganz besonderen Maße provoziert, war die Ablehnung auch entsprechend extrem. "Blut- und Narbenmaler" nannte man ihn.
Er hat sich dennoch durchgesetzt. Heute ist Gottfried Helnwein weltbekannt und als Künstler entsprechend eingestuft. Die jetzige Ausstellung zeigt, dass er ein Suchender geblieben ist, einer der nach Sturm und Drang Extreme hinter sich gelassen hat, ohne künstlerische Kraft eingebüßt zu haben. Nach wie vor gilt seine Aussage: "Malen ist sich wehren. Immer eine Antwort auf etwas." ... +
Gottfried Helnwein, One-man show, Mittelrhein-Museum, Koblenz, Galerie Würthle, Wien

Gottfried Helnwein : Kiss of Judas II (detail)
Peter Gorsen
Graphische Sammlung Albertina, Wien

Ausstellungskatalog

Neben Skizzen von Ballet tanzenden Hasen und gestiefelten Katzen, strangulierten und gestopften Enten finden sich Studien oder eher Wunschzeichnungen zu malträtierten Kinderköpfen, deren Münder durch Spangen und rosige Narben grauenhaft entstellt sind, aber gleichzeitig durch ihre höhnischen, Fratzen schneidenden Grimassen Ungehorsam, Widerstand, Aufruhr, so etwas wie kindliche Autonomie in der depravierten Erwachsenenwelt signalisieren. Das Feixen des malträtierten Kindes, ein groteskes Vexierbild, in das Märtyrertum und Subversion der Menschenkreatur gleichermaßen eingeflossen sind, ist ganz allein Helnweins Erfindung. Sie offenbart sich in den vielen Metamorphosen des Phantasmas vom versehrten Körper als obsessives Grundmuster seiner Bildwelt und aktionistischen Darstellungen, als Metapher einer im Innersten des Menschen vorhandenen Unverletzlichkeit und Unbesiegbarkeit. ... +
Gottfried Helnwein, ONE MAN SHOW, ALBERTINA MUSEUM, VIENNA, 1985

Gottfried Helnwein : Roter Mund ( Detail )
Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt
Erika Brenken
Die Kunst von Gottfried Helnwein - Erfolg und Kritik
Die Provokationen des 34jährigen Künstlers sind subversiv und klammheimlich.
Sie packen den entsetzten Betrachter eben da an, wo die antrainierten Verdrängungsmechanismen sonst so gut funktionieren.
Das wird am deutlichsten bei Helnweins Kinderbildern. Zarte pastellfarbene Zeichnungen, die zum Horrortrip für den Betrachter werden. Die sanften Kindergesichter sind durch Verletzungen furchtbar entstellt. Hasenscharten, Narben, Wundmale, Klammern, Kanülen, Bandagen.
Der Anblick ist kaum auszuhalten. Aber was bedeutet das schon gegen die täglich von vielen tausend Kindern erlittenen Schmerzen, Qualen und Folterungen?
Helnwein denunziert nicht die Kinder - das häufigste Missverständnis, mit dem man sich gegen seine Kunst wehrt - sondern unsere Neigung, vor dem Leiden die Augen zu verschliessen.
Der Künstler entlarvt das Bedürfnis nach heiler Welt (oft nur eine Form von Abgestumpftheit) als unmoralisch, als Angst vor der Realität .
Ein Moralist mit sadistischen Mitteln. ... +
Gottfried Helnwein, Monographie, Orac-Pietsch Verlag, Wien

1.Wiener Kindergalerie
Ausstellung 17. Oktober bis 21. November 1982
Gottfried Helnwein
Künstler - und ihre Kinderzeichnungen
Das einzige, das von meiner Schulbildung geblieben ist, - das Schreiben und das Rechnen, habe ich in der Volksschule gelernt, bei den katholischen Schulbrüdern - ganz ohne moderne Pädagogik.
Dort habe ich sogar im Zeichnen etwas gelernt. Im Religionsunterricht haben wir Herzen gezeichnet - mit Flügeln und schwarzen Flecken, die in den Beichtstuhl hineinfahren und auf der anderen Seite wieder weiß herauskommen.
Das ist doch phantastisch!
Oder - "das Auge Gottes"! Damals hat jeder in unserer Klasse gezeichnet wie der Günther Brus. Danach auf dem Gymnasium war alles Scheiße. Im Englischunterricht mußten wir 4 Seiten aus "Ann and Pat" auswendig lernen und in Bildnerischer Erziehung eine Wunderblume zeichnen.
Ich hasse aber Wunderblumen, und so habe ich Donald Duck als Kapitän gezeichnet, wie er gerade Tick, Trick und Track anschreit.
Worauf mein "Zeichenprofessor" meine Eltern vorgeladen hat, um ihnen mitzuteilen, wie gefährlich es sei, Witzhefte nachzuzeichnen.
Damit hatte er jedoch nicht recht, denn die einzigen Lehrer, von denen ich wirklich etwas gelernt habe - nicht nur künstlerisch, sondern auch philosophisch, also für's ganze Leben sozusagen, - waren Walt Disney, Carl Barks und Donald Duck.
Sie waren immer für mich da, und wenn ich das Gefühl hatte, niemand versteht mich, sie haben mich immer verstanden. Und wenn ich traurig war und einsam, sie haben mich wieder aufgerichtet und mir wieder Mut gemacht,
und gemeinsam mit Tick, Trick und Track habe ich dann gesungen: "Wir pfeifen auf Pomade, auf Seife, Kamm und Schwamm, wir bleiben lieber dreckig und waelzen uns im Schlamm!" ... +

Gottfried Helnwein : Der Zwischenfall (Detail)
Frankfurter Rundschau
Thomas Rothschild
Mit kaum einem anderen Wort wird so viel Schindluder getrieben, wie mt dem Begriff Realismus. Dass, was als realistisch bezeichnet wird, nur selten mit mit einer intersubjektiv überprüfbaren Wirklichkeit zu tun hat, ist mittlerweile eine triviale Erkenntnis.
Wir wissen zum Beispiel aus dem "sozialistischen Realismus", dass ständig bestimmte stilistische Verfahren mit inhaltlichen Kriterien vermengt und verwechselt wurde.
Auch realistische Kunst inszeniert, und was sie da aufbereitet, und wie sie es tut, das sagt mehr aus über das Verhältnis des Künstlers zur Realität als über diese Realität selbst. ... +
Gottfried Helnwein, Monographie,Orac-Pietsch Verlag, Wien

H.C. Artmann
Helnwein, Monographie

Orac Pietsch Verlag, Wien

einer erstellt die summe seiner beobachtungen in dieser welt der patzer und dämonen.
er vernimmt die schreie aus den gekachelten schreckträumen abseits einer satten gesellschaft, die weder mit dem laub der bäume noch mit dem grün der laubfrösche noch mit den froschaugen des miterlebens zu schaffen haben will.
er aber hört manche, die da schreien bis ihnen die gehirne zerspringen wie lichtjahre, und hört andere, still vor sich hinweinende, deren tropfende tränen eines noch-hoffens mit dem abscheulichen eisskalpell der hoffnungslosigkeit seziert werden. ... +
Gottfried Helnwein, MONOGRAPH

H.C.Artmann

Salzburg

Gott zum grusse und anbei ein text, von dem ich hoffe, dass er euch gefallen kann. Meiner meinung wirkt ein surreal-abstrahierter ausruf (oder aufschrei) wie beiliegendes doch am besten. ... +

Helnwein, Monographie
Orac Pietsch Verlag, Wien
Karlheinz Roschitz
Er ist an Kummer mit seinen Blicken gewöhnt. Dass ältere Damen in durchaus nicht damenhafte Schimpfkanonaden ausbrechen und andere hysterisch loslachen, dass ruhig und besonnen wirkende Betrachter vor seinen Bildern ihren (un)heimlichen Zorn zu einem Wutausbruch steigern - das alles lässt Gottfried Helnwein längst nicht mehr staunen.
"Ich bin meiner Bilder wegen schon mit dem Messer bedroht worden, obwohl diese Menschen mit meinen Arbeiten überhaupt nichts zu tun hatten", versucht er die Wirkung mancher seiner Arbeiten zu beschreiben. "Ich kenne von Jugend auf die Leute. Ihr Aggressionen, ihre Ängste, ihre Verletzlichkeit - das alles ist in meine Arbeiten. ... +

Gottfried Helnwein : Austrian Poet Wolfgang Bauer
Wolfgang Bauer
Poet
SONG FOR HELNWEIN
ZU BODEN WIRFT DER TRÄUMER DEN BLICK / SCHWERER REGEN WIRD FALLEN / DURCH SEINE AUGEN / IM SCHLENDERN / DIE ROTEN HÄNDE IN DEN RAUHEN MANTEL GEBALLT / TIEF IN DER MAGENGRUBE / FÜHRT ER DIE SONNIGEN TEMPEL / BRENNEND UNTER DEM TAGESBLAU / SPAZIEREN / ÜBER DEN

BOULEVARD OF BROKEN DREAMS

GEHEN, GEHEN / SCHLURFEN IN DER DAMPFENDEN NÄSSE / DIE GESPIEGELTEN THEATERREKLAMEN WEGKICKEN / VOM GLITSCHIGEN TROTTOIR / IN DEN PEEP-SHOWS VERTROCKNEN / MENSCHEN REMPELN / AUS LIEBE / SICH DIE KÖPFE AN EISENGELÄNDERN ZERSCHLAGEN / IM MILCHIGEN KNEIPEN / DEN ZITTERNDEN KÖRPER MIT SCOTCH FÜLLEN / LÖSCHEN IRGENDWO AM /
BOULEVARD OF BROKEN DREAMS ... +



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